Semester over - Christmas Bf

14Dez2017

Wie schnell die Zeit manchmal vergeht...und schon wieder eine lange Zeit ohne einen Blogeintrag von mir.

Meine Saison und mein erstes Semester sind bereits vorbei. Die Saison haben wir als Mid-South-Conference Sieger abgeschlossen und hatten uns damit für die Nationals qualifiziert. Leider haben wir das Opening-Round-Spiel der Nationals direkt verloren und ich musste aussetzen, weil ich meinen Oberschenkel gezerrt hatte. Somit fiel das National-Erlebnis sehr klein aus und unsere Saison war mit dem Spiel beendet. Erst waren wir also glücklich über den Sieg vom Mid-South-Conference Turnier und dann ziemlich enttäuscht in der Opening Round mit einem wirklich schlechten Spiel von uns auszuscheiden.

 

Die letzte Zeit in der Schule war jetzt zum Ende hin ein bisschen stressig, weil wir viele Aufsätze, Tests und die Finals hatten und ich bin jetzt froh ein bisschen Pause von der Uni zu haben und freue mich aber gleichzeitig auch schon auf das nächste Semester und meine neuen Kurse, wie zum Beispiel Anatomy, Intro to Psychology und Intro to Cell.

Thanksgiving war noch ein sehr schöner Tag in der Endzeit dieses Semesters! Ich hatte die Möglichkeit bei einer Familie in Adair County gemeinsam mit Freunden aus dem Mädchenteam, dem Jungsteam und dem Golfteam den Tag zu verbringen. Die Familie hat ein tolles klassisches Staatenhaus mit Veranda in total idyllischer Lage mit Hunden, einer Katze, Hühnern, Eseln und Pferden. Das Wetter war super schön und wir konnten draußen Spiele spielen. Ich weiß zwar nicht die Namen der Spiele, aber das eine war eine Art Frisbee Zielwerfen und das andere war eine art Sandsäckchen Zielwerfen beides in Teams. Danach wurde natürlich noch zusammen Truthahn gegessen. Der ganze Tag hat super viel Spaß gemacht und irgendwie kam für mich so ein kleines Familiengefühl auf, weil mich das ganze ein bisschen an große Familienfeste zuhause erinnert hat.

 

Apropos Familiengefühl...gerade jetzt in d er Weihnachtszeit vermisse ich meine ganze Familie sehr! Ich finde unsere Zeit zuhause über die Weihnachtszeit immer so toll und das vermisse ich ziemlich. Jetzt geht es mir schon viel besser weil mein Papi jetzt hier ist und für mich so ein kleines Familiengefühl aufkommt. Ich sitze gerade am Flughafen in New York und warte mit Papa auf unseren Flug nach San Rose in Costa Rica. Papa und ich hatten drei tolle Tage in New York. Wir sind sowohl im Schneefall also auch in Sonnenschein mit strahlend blauen Himmel durch die unglaubliche Stadt gelaufen. Einfach unglaublich wie weit Häuser in den Himmel ragen können...Papa und ich haben die drei Tage auf jeden Fall gut genutzt und viel gesehen entweder beim Spazieren von unten, von der Fähre oder vom Empire State Building von oben.

Plätzchen backen mit wenig Utensilien Auf dem Empire State Building 

Aber wie ich bereits gesagt habe, ist Papas und meine Reise noch heute noch nicht vorbei, sondern es geht weiter nach Costa Rica! Ich bin total gespannt auf das Land vor allem weil es in einer Klimazone ist, die ich vorher noch nicht bereist habe! In Sachen Klima wird das jetzt auch ein krasser Umschwung für Papa und mich: aus dem kalten, verschneiten New York ins heiße Costa Rica und für uns beide wartet das erste Weihnachten in der Wärme am Strand.

Für mich geht es nach der Costa Rica Reise sogar noch weiter! Meine besten Freundinnen aus Köln, Melo und Paulina und ich treffen uns in Miami. Dort sehen wir uns nach einem halben Jahr für zwei Wochen endlich wieder und können zusammen Miami Beach und Downtown erkunden!

Ich erlebe also wirklich einen wahnsinnig tollen und aufregenden Christmasbreak.

Ich küsse und umarme euch alle!

Eure Hannah

 

P.S. Noch ein paar Fotos von gelegentlichen Pokerabenden, Banquets mit dem Team, Auswärtsfahrten oder Footballspielen.

Abends pokern wir hin und wieder Ein Banquet mit der Mannschaft

 

Eingelebt!

23Sept2017

Hallo ihr Lieben!

Ich bin jetzt schon 6 Wochen hier in Columbia, Kentucky und so langsam fühle ich schon ein bisschen zuhause…Total verliebt in unseren süßen Campus, gehe ich manchmal abends herum und versuche irgendwie zu realisieren, dass ich nun wirklich hier in Amerika bin. 

Das Unileben ist jetzt schon in vollem Gange und ich habe mich auch schon wieder an Aufsätze und Hausaufgaben gewöhnt. Im ersten Semester muss man grundlegende Kurse wie zum Beispiel Mathe und Religion belegen und ich, als internationale Studentin, auch noch Englischkurse, weshalb ich bis jetzt nur einen Biologiekurs, also in meinem eigentlichen major, habe. Erschreckender Weise habe ich schon festgestellt, wie schlecht teilweise die Allgemeinbildung hier ist: Amerikanische Studenten sind in der gleichen „College Reading“-klasse wie ich und haben wirklich Probleme vernünftig laut vorzulesen. In einer anderen Klasse, in der wir einen Trip durch Europa planen sollten, wurde ich gefragt, ob Australien in Europa läge und ob es Inseln in Europa gäbe…Einige Leute die aus Kentucky kommen, haben teilweise ihren Staat noch nicht verlassen und leben hier einfach vor sich hin. Ich glaube das große Internationalen Programm an unserem College, ist wirklich eine Bereicherung für viele amerikanische Studenten, deren Horizont dadurch einfach etwas erweitert wird. 

In meiner Fußballmannschaft, habe ich schon eine feste und bedeutende Stellung eingenommen , was wirklich super cool ist und mir total gut tut. Ich gehöre zur Startelf und habe in den intensiven Spielen viele Aktionen. Unsere Mannschaftsleistung ist bis jetzt ein bisschen durchwachsen: Zwei Siege, Zwei Niederlagen, Drei Unentschieden. Wir hatten starke Gegner und haben ein kleines „Torschießproblem“, aber wir entwickeln uns immer weiter. Die Belastung hier ist sehr hoch, das tägliche Training und die vielen Spiele, die teilweise 110 Minuten lang sind wegen der GoldenGoal-Regel bei Unentschieden nach 90 Minuten, spüre ich auf jeden Fall im ganzen Körper.

Das Wetter hier ist immer noch total schön, sodass wir oft mal einen Trip an den See machen, dort von Felsen ins Wasser springen, auf einem Motorboot mitfahren oder uns auf aufblasbaren Gummiteilen hinter einem Boot herziehen lassen. Diese Trips, oft mit ein paar Jungs aus unserem Fußballteam, sind immer richtig spaßig und fast schon filmreif. 

Am Wochenende gibt es immer sämtliche Hauspartys im Angebot, auf denen Bierpong und Billiard gespielt wird, getanzt und erzählt wird. Diese Partys werden immer sehr schnell von der Polizei beendet und deshalb gibt es immer viele Locationwechsel, also eine Art Partyhopping , in der Nacht.

Das Collegeleben hat mich hier schon total gepackt und mir geht es gut. Gerade sitze ich mal wieder im Bus auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Mississippi und wir kommen gleich im Hotel an. 

Ich schicke ganz liebe Grüße nach Deutschland und ich denke an euch! 

Ganz liebe Grüße, 

Eure Hannah 

 Im Haus von der Betreuerin für internationale Studenten, die ein Quad hat :)

Meine Reise, meine Ankunft, meine Eindrücke

19Aug2017

 

Hallo ihr Lieben!

2 Wochen bin ich jetzt schon bzw. erst hier...es fühlt sich irgendwie schon total lange an, dass ich von zuhause weg bin und andererseits vergingen diese ersten Wochen wie im Flug...wo wir zum Anfang meiner Reise kommen. Mein Flug von Frankfurt nach New York war super! Man wurde quasi rundum versorgt, stündlich gab es Essen und Trinken und auf einem kleinen Bildschirm gab es wirklich coole Filme. Den Flug in die Staaten habe ich also wirklich genossen...

In New York angekommen, habe ich aus dem kleinen Flugzeugfenster erstmals die Skyline von New York gesehen.

                                 

Wie hohe Bauklotztürme, der eine höher als der andere und scheinbar kurz vorm umfallen.

Nachdem ich bei der Grenzkontrolle ehrlich wie ich bin gesagt habe, dass ich einen Apfel aus Deutschland in meinem Rucksack hatte, wurde ich mit einem „Securityman“ in einen Raum geführt, in dem mir dann nochmals ausführlichst erklärt wurde, dass ich nicht die Erlaubnis habe, einen Apfel aus Deutschland nach Amerika zu transportieren. Voll gepackt mit meinen zwei Koffern und meinem Handgepäck habe ich mich dann mit einem Shuttle auf den Weg zu LaGuardia, dem anderen deutlich kleineren Flughafen in New York, gemacht. Circa 3 Stunden vor meinem Abflug hatte ich bereits eingecheckt und die Sicherheitskontrolle passiert. Zufrieden und gespannt saß ich also an meinem Gate und wartete auf mein Boarding...wie sich herausstellte vergeblich. Mein Flug wurde gecancelt, sodass meine Reise direkt zu einem kleinen Abenteuer wurde und ich die erste Nacht in Amerika, nicht schlafend, am Flughafen verbrachte. Glücklicherweise konnte ich dann in einen Flieger am nächsten morgen um 12 Uhr steigen und war am späten Nachmittag total erschöpft, aber überglücklich endlich angekommen zu sein, auf dem Campus vom Lindsey Wilson College!

http://www.lindsey.edu

Am nächsten Morgen habe ich dann meine ganzen Mannschaftskameraden und auch den Campus mit Cafeteria, Basketballhalle, Fittnesscenter und Schwimmbad ein bisschen kennengelernt.

Mit meiner Ankunft startete auch schon die Preseason: Nach einem Arztcheck, starteten wir also ins Training. Sechs Uhr morgens und 6 Uhr Abends, hatten wir jeweils eine Einheit und mir schien die Coaches kennen keine Regeneration außer Eisbäder. Die ersten Tage hatten alle also mit Muskelkater zu kämpfen, aber das wurde dann zum Glück besser! Im Training herrscht totale Disziplin und gehen gibt es nicht. Alles muss in joggender Weise oder im Sprint erfolgen. Anders ist hier aber auch der Zusammenhalt und der Teamgeist: Man lobt oder verbessert sich im Training gegenseitig und allgemein sind alle meine Mannschaftskameraden offen und total freundlich.

Mein Dorm ist wirklich klein und war nicht besonders schön...mittlerweile habe ich das Räumchen mit meiner schwedischen Zimmernachbarin aber recht wohnlich gestaltet.

Vor drei Tagen, haben jetzt auch die Kurse angefangen und ich muss jetzt mal schauen wie das alles klappt und wie ich mich organisiere, da es schon sehr viel ist was man an Hausaufgaben und Essays machen muss.

Bis jetzt gefällt es mir aber auf jeden Fall sehr gut und ich genieße dieses völlig andere, aber coole Leben mit Workouts im Fitnessstudio, Whirlpool, Eisbad, Frühtraining und Riesenbüffet!

 

Kussi,

Eure Hannah